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Wir freuen uns auf die nächsten Gottesdienste:
 
Sonntag, 4. Dezember, 9:30 Uhr, Gottesdienst zum 2. Advent in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Sonntag, 4. Dezember, 14:00 Uhr, Musikalischer Gottesdienst mit Chor im Gemeindehaus Bad Grund, anschl. gemeinsames Kaffeetrinken
Samstag, 10. Dezember, 18:00 Uhr, regionaler 18mal6-Gottesdienst in der St. Salvatoris-Kirche Zellerfeld
Samstag, 17. Dezember, 17:30 Uhr, Gottesdienst zur Barbarafeier in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
Sonntag, 18. Dezember, 9:30 Uhr, Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Heiligabend, 24. Dezember, 15 Uhr, Familien-Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
Heiligabend, 24. Dezember, 16:15 Uhr, Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Heiligabend, 18:00 Uhr, Christvesper in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
Heiligabend, 21.30 Uhr, Christnacht in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
2. Weihnachtstag, 26. Dez., 11:00 Uhr, Festgottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
Silvester, 31. Dez., 17:00 Uhr, Jahresschluss-Gottesdienst in der Maria-Magdalenen-Kirche Wildemann
Neujahr, 1. Januar, 17:00 Uhr, Neujahrsgottesdienst in der St. Antonius-Kirche Bad Grund
 
 - Änderungen vorbehalten -
 

Wir laden ein zu einem Friedensgebet Zuhause für das Leiden unserer Nachbarn in der Ukraine donnerstags nach dem Glockengeläut um 18:00 Uhr

Liebe Gemeinde!

Es ist Volkstrauertag. Wir waren in den vergangenen Jahren gewohnt, der Opfer des 1. Weltkriegs und des 2. Weltkriegs zu gedenken. Menschen, die die Grauen des 2. Weltkriegs erlebt haben, sind noch unter uns. Der dringende Wunsch der Nachkriegsgeneration lautete: Nie wieder Krieg! Die Kriege außerhalb von Europa haben wir zwar wahrgenommen, aber sie schienen uns nicht unmittelbar anzugehen. Nun aber ist Krieg in Europa! Nicht allein die Häuser und die Infrastruktur in der Ukraine werden bombardiert, auch die europäische Sicherheitsarchitektur mit all den Verträgen zur Sicherung des Friedens und Bemühungen um wirtschaftliche Vernetzung ist zerstört worden. Unsere Welt steht vor großen Veränderungen.

Menschen sterben: Zivilisten in der Ukraine sowie ukrainische und russische Soldaten. Hinter jedem Toten stehen seine trauernde Familie und seine Freunde. Darüber hinaus sind Frauen und Kinder aus der Ukraine auf der Flucht. 14,6 Millionen Flüchtende sind bislang gezählt worden. Über eine Million von ihnen ist in Deutschland aufgenommen worden. 2,8 Millionen haben Zuflucht in Russland gesucht. All diese Menschen mussten ihr gewohntes Leben hinter sich lassen und sind nun auf Hilfe in der Fremde angewiesen.

Angesichts des Grauens und inmitten unserer persönlichen Sorgen und Ängste sind wir als Christen herausgefordert an den drei wichtigsten Tugenden festzuhalten. Es geht nun mehr denn je darum, dass wir an Glaube, Hoffnung und Liebe festhalten.

Unser Glaube an Gott ist angesichts des Krieges in der Ukraine auf die Probe gestellt worden. Auch fällt es uns in diesen Tagen und Monaten schwer, an das Gute im Menschen zu glauben. „Hat Gott die Sache noch im Griff?“ fragt man sich. Und: „Warum lässt Gott all die Gewalt und all das Leiden zu?“ Im Geheimen fragen wir uns auch: „Warum lässt Gott es zu, dass unser schöner Wohlstand bedroht ist? Warum lässt er es zu, dass es mit unserem Lebensstandard ein Stück weit bergab geht?“

Der christliche Glaube bekennt: Gott ist der Herr der Geschichte! Gott wird seine Menschen durch die Wirren der Geschichte in sein Reich führen! Die menschliche Sünde, d.h. das menschliche Unvermögen, in Gerechtigkeit und Frieden miteinander zu leben, verursacht Leid und Tod. Jesus ist von den Machtgierigen seiner Zeit zum Tod am Kreuz verurteilt worden. Er ist durch die Brutalität von einzelnen Menschen, aber auch durch die Brutalität eines totalitären Systems qualvoll zu Tode gekommen.

Doch sein Tod war nicht das Ende. Wir glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu. Und: Wir sind auf den Tod und auf die Auferstehung Jesu getauft worden! Wir glauben daran, dass Gott das letzte Wort haben wird.

Allerdings: Wir glauben an GOTT! Wir glauben nicht an das ewige „Weiter so“ eines belanglosen Wohlstandslebens. Unsere Hoffnung reicht weiter als die Hoffnung darauf, dass bald alles wieder beim Alten sein möge. Die christliche Hoffnung richtet sich auf das ewige Heil: Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, wo Gerechtigkeit herrscht!

Die christliche Hoffnung besteht zuweilen in einem Hoffen gegen alle Hoffnungslosigkeit. Mit großer Hoffnungskraft hat sich Deutschland nach 1945 wieder aufgerichtet. Meine Mutter hat immer wieder gesagt: „Die Trümmerfrau, die im zerbombten Berlin den Mut hatte, den ersten Stein in die Hände zu nehmen, war eine Heldin der Hoffnung!“

Es wird nun darum gehen, dass wir aufrecht durch die Krise gehen und nicht jammernd mit dem Blick zurück, wie schön doch die unbeschwerten Jahre gewesen waren. Die Energiekrise trifft uns. Auch die Inflation. Wir müssen uns den Herausforderungen stellen. Dazu gehört vielleicht auch der kritische Blick auf uns selber, was unsere Anspruchshaltung in den zurückliegenden Jahren anbelangt: In den Goldenen Jahren waren wir zuweilen doch recht materialistisch eingestellt gewesen. Die Tatsache, dass Lebensmittel überall in Europa deutlich teurer waren als bei uns, haben wir mit Achselzucken quittiert. Für die krasse Not in der Welt hatten wir vielleicht gerade einmal an Weihnachten 100 Euro für die Sammlung „Brot für die Welt“ übrig. Die Kriege in der Welt schienen weit weg zu sein und sie schienen uns nichts anzugehen.

Nun werden wir unsanft aus unserem Träumen wachgerüttelt. Unser Blick zurück sollte von Dank für die schönen Jahre geprägt sein, aber auch von Selbstkritik, wofür die Bibel das Wort Buße hat. Unser Blick nach vorn, muss wirklich ein Blick nach vorn sein und kein jammernder Blick zurück. Mit der Kraft der Hoffnung werden wir die Krise meistern - als Einzelne, als Christenheit und als Gesellschaft, wobei es wichtig ist, dass Hoffnung und Liebe zusammenwirken.

Der christliche Dichter Angelus Silesius schreibt:  Freund, so du etwas bist, so bleib nur ja nicht stehn; man muss aus einem Licht fort in das andre gehen. Hoffnung und Aktivität gehören zusammen.

In seiner hoch differenzierten Rede zum Thema Epochenbruch am 28. Oktober diesen Jahres hat unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier gesagt, dass wir in eine „Epoche des Gegenwinds“ getreten seien. Gleichzeitig hat er auf die kleinen und die großen Schritte hingewiesen, mit denen wir die derzeitige Krise meistern können.

Niemand schränkt sich gern ein, dennoch geht es darum, dass wir unsere Perspektive verändern und nicht als Erstes fragen: “Wer kann mir die Last abnehmen?“ Eine andere Haltung bzw. eine andere Fragestellung ist nun von Nöten, nämlich: „Hilft das, was ich jetzt vorhabe, um gemeinsam durch die Krise zu kommen?“ Es geht darum, die rechten Entscheidungen zu treffen, wie und wie schnell wir uns fortbewegen, was wir essen oder wie wir bauen und wohnen.

Im Großen traut Steinmeier Deutschland zu, immer mehr Technologie für alternative Energieversorgung auf den Weg zu bringen – für uns selber und für andere Länder. Das wird uns auch als Wirtschaftsstandort bedeutsam bleiben lassen. Damit werden wir auch einen wichtigen Beitrag angesichts der Klimaveränderung leisten.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen (1. Korinther 13,13)

Jede Krise birgt die Chance in sich, dass wir Menschen wieder näher zusammenrücken.

So habe ich von einer kleinen Gruppe älterer Frauen gehört, die es nicht mehr für sinnvoll halten, dass sie nur für sich selber ihre Häuser heizen. Notgedrungen aber auch mit einer gewissen Vorfreude sind diese Frauen nun für den Winter zusammengerückt: Eine Woche lang werden sie gemeinsam im Haus der einen leben, die nächste Woche gemeinsam im Haus der anderen, in der übernächsten Woche im Haus der dritten Frau und schließlich im Haus der vierten Frau. Dann soll die Rundreise wieder von vorn im Haus der ersten Frau beginnen.

Mit diesem kleinen Projekt wird auf wunderbare Weise das christliche Liebesgebot umgesetzt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Jede der Frauen wird im Winter in einer warmen Stube sitzen können. Keine von ihnen ist nunmehr einsam und allein. Darüber hinaus leistet die Gruppe gemeinsam einen ansehnlichen Beitrag zum Gassparen für unser Land.

Jede Krise birgt die Chance in sich, dass wir Menschen wieder näher zusammenrücken. Da, wo wir einen kleinen Beitrag leisten, um anderen zu helfen, fällt das auf uns selber zurück und wir werden ein wenig glücklicher sein als vorher.

So hatte eine unserer Supermarkt-Ketten im Oktober kleine gepackte Spendentüten für die TAFEL bereitgestellt. Für 5 Euro konnte man bei seinem persönlichen Einkauf eine solche Tüte mit Lebensmitteln erwerben. Die gekauften Tüten werden im Supermarkt gesammelt und später an die TAFEL ausgeliefert. Wann immer ich bei meinem persönlichen Einkäufen diesen winzig kleinen Beitrag durch den Erwerb einer solchen Spendentüte geleistet habe, ging es mir ein klein wenig besser als vorher. Kleine Aktivitäten in der Krise tun uns gut und sind wesentlich besser, als wenn wir wie das Kaninchen auf die weiße Schlange starren.

Zurück zur TAFEL: Da fehlt es z.Z. an allem. Es fehlt an Lebensmitteln, weil sich die Anzahl der Bedürftigen erhöht hat. Es fehlt aber auch an Ehrenamtlichen, die die Lebensmittel bereitstellen und aushändigen. Dazu gibt es eine schöne Begebenheit aus unserer Region:  Als Ukrainerinnen, die sich bei der Tafel Lebensmittel abholten, den Personalmangel erkannten, boten sie spontan ihre Hilfe an. Nun gehören auch diese ukrainischen Bedürftigen zu den ehrenamtlichen Helferinnen in unserem Land!

Das sagt mir: Es gibt keine Situation, in der man nicht auch Nächstenliebe üben könnte. Diese und andere Aktivitäten heben die Stimmung - sowohl des Einzelnen als auch die Stimmung in unserem Land!

 

Liebe Gemeinde!

Auch Ihrer Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Es geht um die richtige innere Haltung. Wir wissen nicht, wann und wie der Krieg zu Ende gehen wird. Wir wissen nicht, was uns die Krise noch abverlangen wird. Mit der Anspruchshaltung aus vergangenen Zeiten, mit Jammern und mit wirren politischen Forderungen werden wir nicht weiterkommen. Auch diese Krise birgt die Chance in sich, dass wir als Menschen innerlich wachsen und reifen.

Bitten wir Gott darum, dass er uns Glaube, Hoffnung und Liebe schenken möge, damit wir die Herausforderungen der nächsten Jahre bestehen.

Und: Bitten wir Gott an jedem neuen Tag um ein baldiges Ende des Krieges! AMEN

Pastorin Astrid Schwerdtfeger

Gott,Du bist für uns der Vater,
der sich erbarmt und der uns tröstet!
Die dunklen Wolken der Pandemie haben sich noch nicht verzogen,
da ziehen schon neue Todesschatten über den Menschen auf:
Im Osten Europas schlagen Nationalismus und Krieg Wunden zwischen den Völkern, säen Zerstörung und Tod;
auch im Heiligen Land treiben Hass und Gewaltbereitschaft weiter Wurzeln.
Herr, allmächtiger und barmherziger Gott, ich rufe zu Dir:
Sei mit allen, die im Krieg leiden.
Beschütze die Hilflosen, vor allem die Kinder, die Kranken und die Gebrechlichen. Stehe den Verwundeten und Verletzten bei.
Nimm die Verstorbenen auf in Dein Haus des Lebens.
Vater im Himmel, ich bitte Dich: Sende Deinen Geist aus!
Damit die Menschen wieder und neu zueinander finden.
Damit sie einander heilen und trösten können.
Hilf ihnen in Deiner Liebe
miteinander Schritte der Versöhnung und des Friedens zu wagen.
Begleite, stärke und segne sie auf Wegen in eine gerechtere, freie und friedliche Zukunft.
Herr und Gott,
auf Dich blicke ich,
auf Dich hoffe ich.
Denn Du bist der liebende und menschenfreundliche Gott. Heute. Morgen. Alle Tage bis in Ewigkeit.
 
(Aus der Dormitio in Jerusalem)
 

KATASTROPHENHILFE

Spendenkonto: Evangelische Bank |

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC: GENODEF1EK1

 

Für manche Menschen sind die Predigten in den Hauptgottesdiensten zu lang. Da passt es, wenn es in Zukunft auch kurze Gottesdienste ohne Predigt geben wird!

Der tiefere Sinn: In vielen Kirchengebäuden in unserer Landeskirche gibt es nur noch selten Gottesdienste – einmal im Monat oder fast gar nicht mehr außer an Weihnachten und zu Jubiläen. Die Menschen in den Orten lieben aber ihre Kirche und wollen auf keinen Fall, dass ihre Kirche verwaist. Die Russen sagen zuweilen: „Diese Kirche arbeitet nicht mehr”.

Wir im Oberharz werden in Zukunft nur noch zwei Pastoren haben, dazu gibt es Lektor*innen und Prädikant*innen, die in einem Rhythmus, der von der Größe der jeweiligen Kirchengemeinde in der Regel von außerhalb in unsere Bergstädte und Ortschaften kommen.

Die Kleinen Gottesdienste schaffen darüber hinaus Kontinuität. Sie werden von Ehrenamtlichen im jeweiligen Ort verantwortet: Ein Lied, ein Psalm, ein Text aus der Bibel, dazu vielleicht eine kleine Geschichte oder Meditation aus einem Andachtsbucht, ein Gebet mir Vaterunser und Segensworte. Vielleicht gibt es jemanden in der Gemeinde, der ein Instrument spielt – Flöte, Trompete, Gitarre, Akkordeon. Oder man spielt digital moderne oder traditionelle Kirchenmusik ein. In manchen Gemeinden gibt es sogar am Ende der Kleinen Gottesdienste etwas zu trinken oder sogar einen kleinen Imbiss. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Diese Andachten können sonntags angesetzt werden oder auch in der Woche, vielleicht nachmittags oder abends.

Wir wissen ja nicht, was uns die Zukunft noch bringen wird. Es geht darum, dass unsere Kirchen nicht zum Museum werden, sondern dass wir das zuweilen winzige Feuer unseres Glaubens miteinander hüten, indem wir auf einfache Weise zusammen beten, gute Worte Gottes aus der Bibel auf uns wirken lassen und uns als Gemeinschaft der Glaubenden erleben.

In Bad Grund und in Wildemann wollen wir in der Adventszeit mit einem „Kleinen Gottesdienst” beginnen. Gesucht sind Ehrenamtliche aus allen Generationen, die sich mit mir treffen, so dass wir gemeinsam überlegen, wo und wann und auf welche Weise so ein „Kleiner Gottesdienst” bei uns gestaltet werden könnte. So lange, wie ich noch im Harz bin, werde ich Sie sehr gern bei der Vorbereitung und der Durchführung der Kleinen Gottesdienste unterstützen.

Bitte haben Sie den Mut und melden Sie sich:
In Bad Grund bei Frau Schubert im Gemeindebüro, in Wildemann bei Frau Bartels im Gemeindebüro sowie bei Frau Hemschemeier.

Ich freue mich auf Sie!
Ihre Pastorin Astrid Schwerdtfeger

Pfarramt

 
 
Pastorin Astrid Schwerdtfeger
Eichelberg 4
37539 Bad Grund
Mobil 0178 5625906

Pfarrbüro Bad Grund

Jessica Schubert
Pfarrsekretärin
Eichelberg 4
37539 Bad Grund
Tel. 05327 / 8595401
Fax 05327 / 8595982
Geöffnet:
Di 10:00-12:00 Uhr
Do 16.00-18:00 Uhr

Pfarrbüro Wildemann

Stephanie Bartels
Pfarrsekretärin und Friedhofsverwaltung:
Innerstestraße 11
38678 Wildemann
Tel. 05323 / 6173
Fax 05327 / 84577
Geöffnet:
Dienstag 10-11 Uhr

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